Klimaschutz - Hintergrundinformationen

Der Ölkollaps wird kommen!

Wir brauchen deshalb eine preiswerte Alternative zum Straßenverkehr, mit der wir sicher und bequem fahren können - auch wenn wir kein Auto zur Verfügung haben. Auch wir im Begatal werden immer älter. Und wo ist dann im Alter die Alternative zum Auto? Wir müssen auch im Begatal Vorsorge treffen gegen den Klimawandel, den Ölkollaps und unser Loch im Geldbeutel? Auch wir tragen Verantwortung für unser Handeln. Deshalb muss diese lippische Bahnstrecke erhalten bleiben, damit auch unsere Kinder und Enkel in Zukunft noch im Begatal leben können.

"Der Erhalt und die Reaktivierung der Bahnstrecken ist ein Gebot der Stunde. Wenn wir unser Klima erhalten wollen müssen noch viele Menschen auf den ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) umsteigen", sagt der bekannte Fernsehjournalist sowie Energie- und Verkehrsexperte Franz Alt. Er geht nach einer Studie des US-Finanzministeriums von einem Ölpreis von 250 (heute 100) Dollar für das 159-Liter-Fass bis 2015 aus und rechnet danach für 2018 mit einem Benzinpreis von fünf Euro. Benzin wird unbezahlbar und langfristig reichen die Vorräte nicht mehr aus.

"Der Klimawandel findet statt und die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad zu begrenzen ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Dazu brauchen wir 80% weniger CO2 bis 2050". Angesichts dieser Situation fordert der Chef der UN-Umweltbehörde Achim Steiner den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Unsere heutigen Entscheidungsträger haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt:

Die deutlichsten Vorboten - und der Klima-Bericht des Internationalen Panel on Climate Change sowie der Stern-Report der britischen Regierung über die ökonomischen Kosten des dramatischen Klimawandels sollte uns bewegen über Verkehrspolitik neu nachzudenken und diese alternative umweltfreundliche Infrastruktur und bestehendes überregionales Netz nicht endgültig zu zerstückeln.

Bis 2015 wird der Verkehr bei LKWs um ca. 60 % - und bei PKWs um ca. 30% zunehmen. Der Güter- und Individualverkehr kommt spätestens dann an seine Grenzen und auch die Industrie wird sich angesichts der Öl-Reserven und deren Preisentwicklung auf die Schiene zurückbesinnen müssen.

Es ist bei diesen Fakten absolut falsch hier zukünftig kein Verkehrsbedürfnis mehr zu sehen. Mit der Streichung der Bahnstrecken aus dem Regionalplan und - Freistellung von Bahnbetriebszwecken wird uns Einwohnern in der Region die Alternative zur Straße verbaut.

Während in anderen Bundesländern u. a. Bayern Dörfer mit 250 Einwohnern ihren Bahnanschluss mit regelmäßigem Verkehr haben und Baden-Württemberg und die Schweiz uns zeigt wie man zukunftsfähige nachhaltige Verkehrspolitik betreibt, - werden bei uns Regionen mit 20.000 Einwohnern langfristig von dieser Infrastruktur abgeschnitten.

Auch in Vorsorge und als Standortfaktor für die Industrie: Nur wenn wir uns diese Optionen halten, lassen sich in Verbindung mit vernünftigen, zukunftsfähigen Verkehrskonzepten und durchgängigen, lückenlosen Mobilitätsketten die Verkehrsströme der Zukunft bewältigen - allein mit motorisiertem Individualverkehr (MIV) nicht.

Wenn wir es in Deutschland nicht schaffen alternative Energie- und Verkehrskonzepte zu entwickeln, brauchen wir uns beim Energiehunger der 3. Welt (s. China, Indien...) nicht zu wundern, wenn auf unserer Erde bald die Räder stehen und "die Lichter ausgehen!"

Helfen Sie mit, die mobile Zukunft im Begatal zu schaffen und unterstützen Sie uns. Gehen Sie zu ihrem örtlichen Politiker und fordern Sie den Lückenschluss der Begatalbahn ein.

Mobilität für die Zukunft - Die Begatalbahn!